DJK Rot-Weiß Finthen stellt mit Pressetermin ihr Inklusionsprojekt im Tischtennis vor

Beim Pressetermin der DJK-Finthen v.l. Stefan Wimmer, Thorsten Richter, Dana Kim Hansen, Tabea Klepper, Gregor Wenselowski, Herbert Zimmer, Wolfgang Gondorf und im Vordergrund Matthias Rösch.

Für einen Verein ist es keine Kleinigkeit, die Entscheidung zu treffen, sich dem Thema Inklusion zu öffnen. Die DJK SV Rot-Weiß Finthen ist diesen Schritt gegangen. Bei einem Pressetermin stellte der rund 400-Mitglieder starke Verein sein neues Angebot der Tischtennisabteilung vor – Inklusiv. Fair. Tischtennis. Unter den Augen des Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung, Matthias Rösch, sowie dem DJK-Vorstand Wolfgang Gondolf und LSB-Inklusionsbeauftragte Laura Trautmann erläuterten Gregor Wenselowski und Thorsten Richter das Projekt. Gefördert wurde die Initiative durch das Landesprogramm „Barrierefrei, fair und inklusiv“ sowie die Motivationsprämie der Landesarbeitsgemeinschaft „einfach-gemeinsam“. Darüber hinaus steuerten die Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz und der Sportbund Rheinhessen einen Beitrag dazu bei sowie am Tag der Vorstellung der DJK-Diözesanverband Mainz 500 Euro mit einem dekorativen symbolischen Scheck. Fast 4500 Euro kamen so zusammen, mit denen das Angebot in den kommenden Jahren ermöglicht, beworben und aufgebaut werden soll.

Zum Zeitungsbericht zur Veranstaltung geht es hier lang: https://www.lokalezeitung.de/2018/05/31/inklusion-heisst-einfach-mitmischen-duerfen/

 

„Im Vorstand diskutierten wir über Inklusion und wie wir es anpacken könnten“, so Vorsitzender Wenselowski. Die Tischtennis-Abteilung als größter Teil des Vereins plante zeitgleich die Anschaffung von neuem Material, darunter auch Tische. „Über unseren Ausrüster Butterfly Store Köln bekamen wir dann mit, dass es rollstuhlegerechte Tische gibt“, ergänzt Abteilungsleiter Richter. Schnell war die Idee geboren, damit ein neues Angebot zu schaffen. „Es gibt noch Hallenzeiten, die wir abknapsen können. Mit den behindertengerechten Tischen, der Barriere armen Halle und unserem Tischtennis-Know-How wollten wir eine Infrastruktur vorbereiten.“ Durch die Förderung der zuvor genannten Programme wurde das ermöglicht. „Normalerweise hätten wir deutlich günstigere Tische gekauft und die nächsten zehn, zwanzig Jahre darauf gespielt“, so Richter. Durch die Förderung und einem Entgegenkommen von Butterfly als einem der Förderer der Paralympischen Tischtennis-Nationalmannschaft konnten die rollstuhlgeeigneten Tische angeschafft werden.


„Die Sparda-Bank unterstützt das Programm barrierefrei, inklusiv und fair hervorragend“, hob Rösch in seinem Statement hervor. „Wir sind froh, dass es einen Verein wie die DJK RW Finthen gibt, die mit unseren Mitteln ein solches Angebot ermöglicht und hoffen auf entsprechenden Zuspruch.“ In die gleiche Kerbe schlug DJK-Vorstand Gondolf: „2014 bei unserem Bundesfest in Mainz haben wir das Thema Inklusion ganz hoch angesiedelt, leider packen es nur wenige an. Hier haben wir ein gutes Beispiel, dass die DJK-Vereine für Inklusion offen sind und Angebote schaffen.“ Dieses Engagement fördert die DJK mit 500 Euro, die als Überraschung beim Pressetermin überreicht wurden.

„Wir freuen uns sehr über so eine positive Resonanz“, sagte Wenselowski. „Das ist überwältigend.“ Gleichzeitig gab er bekannt, dass demnächst mit eigens gebastelten Flyern des Vereins die Aktion beworben werden wird. In den kommenden Wochen sollen die Infobroschüren an die Finther Haushalte verteilt werden. „Damit wollen wir das Angebot bewerben und natürlich unsere Partner, ohne die das nicht möglich gewesen wäre, würdigen“, sagte Richter. Zwei Ziele verfolgen die Rot-Weißen in Sachen Inklusion, so der Abteilungsleiter weiter. „Oberstes Ziel ist die Integration in den Regelspielbetrieb. Inklusion halt. Als zweites bieten wir die Möglichkeit, zu einer eigenen Hallenzeit ein reines Inklusionstraining Tischtennis anzubieten.“ Die ersten Hürden dafür wurden durch die finanziellen und ideellen Unterstützungen genommen. Eine weitere Klippe ist ebenfalls umschifft – für den Rollstuhlaufzug in der Turnhalle existiert nun auch ein Zweitschlüssel und Menschen, die ihn bedienen können. „Kleinigkeiten, an die man erst denkt, wenn ein Thema wie Inklusion akut wird“, so der Vorsitzende der Rot-Weißen schmunzelnd. Dass es noch mehr Hürden geben wird, ist den Machern bewusst.

Das Angebot und alle Informationen der DJK Rot-Weiß Finthen sowie deren Partner und Förder sind in folgendem Flyer dargestellt: FLYER

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.